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Mondfinsternisse: die nächsten Termine, und warum der Mond rot wird
Die Mondfinsternis ist die eine Nacht, in der die Phasen lügen: Der Vollmond verdunkelt sich, dann glüht er kupferrot. Hier sind die nächsten Termine — und die Physik dieser Farbe.
Fakten geprüft: 2026-08
Die nächsten Mondfinsternisse
| Datum (UTC) | Typ |
|---|---|
| 28. August 2026 | Partiell — ein Biss des Kernschattens der Erde |
| 20.–21. Februar 2027 | Halbschatten — nur eine feine Trübung |
| 18. Juli 2027 | Halbschatten |
| 17. August 2027 | Halbschatten |
| 11.–12. Januar 2028 | Partiell |
| 6. Juli 2028 | Partiell |
| 31. Dezember 2028 | Total — ein Blutmond zu Silvester |
| 26. Juni 2029 | Total |
| 20.–21. Dezember 2029 | Total |
Die Daten gelten für die Weltzeit; je nach Ihrer Zeitzone kann die Finsternis auf den vorigen oder nächsten Kalendertag fallen. Jede Finsternis ist von ungefähr der halben Erde aus sichtbar — überall dort, wo der Mond währenddessen über dem Horizont steht. Die letzte totale Mondfinsternis war am 2.–3. März 2026; die nächste wartet bis ganz ans Ende von 2028.
Warum der verfinsterte Mond rot wird
Eine Mondfinsternis geschieht, wenn der Vollmond durch den Schatten der Erde zieht. Dieser Schatten ist nicht schwarz: Das Sonnenlicht, das die Erde streift, wird von unserer Atmosphäre gefiltert und gebeugt — sie streut das Blau heraus und lässt das Rot passieren, dieselbe Physik, die Sonnenuntergänge rot färbt. Was den verfinsterten Mond erreicht, ist buchstäblich das Licht aller Sonnenauf- und -untergänge der Erde in diesem Moment. Daher das kupferne Glühen — und der Name, der sich seit den Finsternissen von 2015 und 2018 fest eingebürgert hat: Blutmond.
Es gibt drei Tiefen der Finsternis. Halbschatten: Der Mond durchquert nur den blassen äußeren Schatten — eine Trübung, die die meisten gar nicht bemerken. Partiell: Ein dunkler Biss des eigentlichen Schattens, des Kernschattens, wandert über die Scheibe. Total: Der ganze Mond steht im Kernschatten und rötet sich, bis zu etwa anderthalb Stunden lang.
Eine Finsternis beobachten
Eine Mondfinsternis verlangt nichts: keine Brille, kein Filter, kein Teleskop — es ist der Mond in schwachem Licht, vollkommen gefahrlos anzusehen, und das Schauspiel entfaltet sich langsam, über Stunden. Die einzigen Bedingungen: ein klarer Himmel, und auf der richtigen Hälfte der Erde zu stehen.
Fragen
- Wann ist der nächste Blutmond?
- Die nächste totale Mondfinsternis — die Art, die den Mond rot färbt — findet am 31. Dezember 2028 (UTC) statt. Davor verdunkelt eine partielle Finsternis am 28. August 2026 einen Teil der Scheibe, und 2027 bietet nur unauffällige Halbschattenfinsternisse.
- Brauche ich eine Finsternisbrille für eine Mondfinsternis?
- Nein — die braucht man für Sonnenfinsternisse. Eine Mondfinsternis ist nur der Mond, dunkler als sonst; völlig gefahrlos mit bloßem Auge, Fernglas oder jedem Teleskop zu betrachten.
- Warum gibt es nicht bei jedem Vollmond eine Finsternis?
- Weil die Mondbahn um etwa 5° gegen die Erdbahn geneigt ist. Die meisten Vollmonde ziehen über oder unter dem Erdschatten vorbei; nur wenn die Ausrichtung stimmt — etwa zweimal im Jahr — kommt es irgendwo auf der Erde zu einer Finsternis.
- Kann jeder eine Mondfinsternis sehen?
- Jeder, der zu dem Zeitpunkt auf der Nachtseite der Erde steht, ja — grob die halbe Erde pro Finsternis. Deshalb sieht eine gegebene Stadt totale Mondfinsternisse weit öfter als totale Sonnenfinsternisse.