Juli
Hirschmond
Die Jahreszeit, in der das Geweih der Hirsche neu wächst, noch im Samt.
Auch genannt
Donnermond · Heumond
Ursprung des Namens
Jeden Winter wirft der Hirsch sein Geweih ab; jeden Sommer wächst es nach — bis zu zwei Zentimeter am Tag, eine der schnellsten Wachstumsleistungen des Tierreichs. Im Juli steckt es noch im Bast, jener nährenden Haut, die er im Herbst an den Bäumen abreiben wird. Die amerikanischen Almanache machten daraus den Hirschmond; das bäuerliche Europa sagte Heumond.
Man erzählt sich…
Man erzählte sich, der Juli sei auch der Donnermond: der Monat der großen Sommergewitter, wenn die Hitze des Tages am späten Nachmittag zerbricht. Beim Einbringen des Heus behielt man den Himmel im Auge — ein Regen auf den Schwaden, und die Ernte begann zu gären.
Das Wort des Almanachs
Der Bast des Geweihs lebt: durchblutet, empfindlich, warm unter der Hand. Am Ende des Sommers streift ihn der Hirsch binnen Stunden an den Stämmen ab.